Lorelei vertrat am 12. Juni 2026 das Land Brandenburg sowie das MCG bei der Bundesqualifikation von Jugend debattiert in Berlin. Einen ganzen Tag lang maßen sich im Herzen der Hauptstadt die 64 Landessieger miteinander und debattierten über verschiedene gesellschaftliche und politische Streitfragen. Zudem wurde zu diesem Anlass das 25-jährige Bestehen des Projekts gefeiert und geehrt.
32 von ihnen traten in der Altersgruppe II (Klassen 10/ 11 bis 13) an – so auch Lorelei Schmidt. In der Hinrunde stellte sie sich der aktuell kontrovers diskutierten Frage, ob Minijobs abgeschafft werden sollten. Dabei wurde deutlich, dass es sich nicht nur um eine Frage kurzfristiger Auswirkungen, sondern auch langfristiger wirtschaftlicher Folgen handelt.
In der Rückrunde debattierten die Teilnehmenden darüber, ob künftig ein Grundrecht auf analoges Leben im Grundgesetz verankert werden sollte. Hier hob Lorelei überzeugend hervor, dass eine fortschreitende Digitalisierung Deutschlands dessen internationale Wettbewerbsfähigkeit stärken könne, und vertrat damit die ihr zugewiesene Contra-Position überzeugend.
Das Finale am 13. Juni erreichten schließlich vier andere Schülerinnen. Hinter Lorelei liegen intensive Tage der Vorbereitung und fair geführter Debatten. Ihr Engagement zeigt, wie junge Menschen lernen, kontroverse Themen sachlich zu diskutieren und unterschiedliche Perspektiven abzuwägen. Wenn Jugendliche auch heute – 25 Jahre nach dem Start von Jugend debattiert – kontrovers und fair miteinander streiten, dann bedeutet das für unsere Demokratie eines: Sie lebt und wird gelebt! Oder um es in den Worten des Bundespräsidenten Steinmeier zu sagen, der in seiner Laudatio zu 25 Jahre Jugend debattiert betonte:
„Jeder Ort, an dem Menschen erleben: Ich muss den anderen nicht verachten, um ihm zu widersprechen. Ich verliere nicht an Haltung, wenn ich einen Einwand ernst nehme. Und ich werde nicht schwächer, wenn ich zugebe, dass mich ein gutes Argument nachdenklich macht – jeder solche Ort ist ein Gewinn für unsere Demokratie.“
(jh)